7 häufige Fehler, die Ihre Trekkingtour ruinieren (und wie Sie sie vermeiden)

 

Einführung

Nachdem wir jahrelang Expeditionen nach Choquequirao geleitet haben, kennen wir alle Facetten. Wir haben Reisende in Topform erlebt, die jeden einzelnen Schritt genossen haben, und wir haben andere vom ersten Tag an leiden sehen, aufgrund von Fehlern, die völlig vermeidbar gewesen wären.

Der Unterschied liegt selten in der körperlichen Fitness. Es ist die Vorbereitung. Dies sind die 7 häufigsten Fehler, die wir beobachten, und wie Sie diese vermeiden können.

 

Fehler 1: Neue Stiefel während der Wanderung einlaufen

Das Problem: Neue Trekkingstiefel sind steif. Sie haben sich nicht an die Füße angepasst, das Material ist nicht weicher geworden und die Nähte reiben an Stellen, wo sie nicht reiben sollten. Ergebnis: Blasen. Manchmal schon am ersten Tag, manchmal so schlimm, dass das Gehen zur Qual wird. Wir haben schon Leute erlebt, die die Wanderung am zweiten Tag abbrechen mussten, weil sie keinen Schritt mehr gehen konnten. Dabei hatten sie die besten Wanderschuhe auf dem Markt – aber die waren auch brandneu.

Wie man es vermeiden kann: Kauf dir wenigstens deine Stiefel. 6–8 Wochen vor der Trekkingtour. Nutze sie für all deine Trainingseinheiten. Laufe mindestens 5–6 Mal Strecken von über 10 km damit ein. Falls du in Cusco ankommst und feststellst, dass du deine Wanderschuhe vergessen hast, kauf dir keine neuen – besorg dir ein hochwertiges gebrauchtes Paar oder zieh ein Leihpaar in Betracht.

 

Fehler 2: Überspringen der Akklimatisierung in Cusco

Das Problem: Cusco liegt auf 3.400 Metern Höhe. Wenn Sie vom Meeresspiegel anreisen, benötigt Ihr Körper Zeit, sich an den geringeren Sauerstoffgehalt anzupassen. Ergebnis: Höhenkrankheit (Soroche). Die Symptome reichen von Kopfschmerzen und Müdigkeit bis hin zu Übelkeit und Erbrechen. Wer erschöpft oder krank eine Trekkingtour beginnt, beschwert sich körperlich sehr und kann das gesamte Erlebnis ruinieren.

Wie man es vermeiden kann: Kommen Sie mindestens in Cusco an 48 Stunden (idealerweise 72) bevor die Wanderung beginnt.

  • Erste 24 Stunden: Gehen Sie langsam, essen Sie leichte Mahlzeiten, trinken Sie viel Wasser, und Alkohol meiden.
  • Konsultieren Sie einen Arzt Informationen zu Acetazolamid (Diamox) erhalten Sie, wenn Sie in der Vergangenheit Höhenkrankheit hatten.

 

Fehler 3: Zu viel Gewicht tragen

Das Problem: Jedes zusätzliche Kilo im Rucksack verstärkt sich mit jedem Schritt. Auf über 60 km und 6.000 Höhenmetern ist der Unterschied zwischen einem 6 kg und einem 10 kg schweren Rucksack enorm. Ergebnis: Vorzeitige Erschöpfung, Schulter-/Rückenschmerzen und ein langsameres Tempo, das die gesamte Gruppe beeinträchtigt.

Wie man es vermeiden kann: Unsere Lasttiere transportieren Ihr Hauptgepäck (bis zu 7 kg). Sie tragen lediglich einen Tagesrucksack mit dem Nötigsten.

  • Unverzichtbar: Wasser (2–3 l), Sonnenschutz, eine leichte Regenjacke, eine warme Schicht Kleidung, Snacks und eine Kamera.
  • Hinterlassen: Laptops, schwere Bücher und “nur für alle Fälle”-Gegenstände, die mehr als 100 Gramm wiegen.
  • Zielgewicht: Maximal 5–7 kg (11–15 lbs).

 

Fehler 4: Ignorieren von Höhensymptomen

Das Problem: Höhenkrankheit ist kein Zeichen von Schwäche, sondern eine physiologische Reaktion. Der Fehler besteht darin, anhaltende Kopfschmerzen oder Übelkeit zu ignorieren. Ergebnis: Leichte Symptome können sich zu einem medizinischen Notfall wie einem Höhenlungenödem oder einem Höhenhirnödem verschlimmern.

Wie man es vermeiden kann: Lerne die Gebärden.

  • Leicht: Kopfschmerzen, Müdigkeit, Appetitlosigkeit. Aktion: Informieren Sie Ihren Reiseleiter, trinken Sie ausreichend und nehmen Sie sich Zeit.
  • Mittelgradig/Schwer: Anhaltendes Erbrechen, Schwierigkeiten beim Gehen in einer geraden Linie oder Atemnot in Ruhe. Aktion: Sofortiger Abstieg und medizinische Versorgung.
  • Die Regel: Verheimlichen Sie Ihrem Reiseleiter niemals Symptome. Seine Aufgabe ist es, Ihre Sicherheit zu gewährleisten.

 

Fehler 5: Kein Training für die Abfahrten

Das Problem: Alle machen sich Sorgen um die 1500 Meter langen Anstiege. Doch der Abstieg von 1500 Metern ist tatsächlich anstrengender für den Körper – nicht für das Herz, sondern für Knie, Oberschenkel und Knöchel. Ergebnis: Entzündete Gelenke und “wackelige Beine”. Am dritten Tag empfinden viele Reisende den Abstieg als regelrechte Folter.

Wie man es vermeiden kann: Trainiere gezielt für die Bergabfahrt.

  • Exzentrische Kniebeugen: Senken Sie sich sehr langsam ab (zählen Sie bis 5), um die Muskeln für das “Bremsen” zu trainieren.”
  • Treppenabstiege: Üben Sie das Treppenabsteigen mit einem 8 kg schweren Rucksack ohne Benutzung des Handlaufs.
  • Trekkingstöcke: Nutzen Sie sie! Sie reduzieren die Belastung der Knie um bis zu 251 TP3T. (In unseren Touren enthalten).

 

Fehler 6: Unterschätzung der hochstehenden Sonne

Das Problem: In 3000 Metern Höhe ist die UV-Strahlung etwa 301 % intensiver als auf Meereshöhe. Die Luft ist dünner und filtert weniger Strahlen. Ergebnis: Schwere Sonnenbrände, aufgerissene Lippen und Hitzschlag. Man kann sich sogar in den Ohren oder unter der Nase durch die von den Felsen reflektierte Sonne verbrennen.

Wie man es vermeiden kann:

  • Sonnenschutzmittel mit Lichtschutzfaktor 50+: Vor dem Verlassen des Hauses auftragen und alle 2 Stunden erneut auftragen, auch bei Bewölkung.
  • Lippenbalsam mit Lichtschutzfaktor: Bewahre es in deiner Tasche auf und benutze es ständig.
  • Hut & Sonnenbrille: Tragen Sie einen breitkrempigen Hut, der Nacken und Ohren bedeckt, und eine UV-geprüfte Sonnenbrille zum Schutz Ihrer Augen.

 

Fehler 7: Unterschätzung der nächtlichen Kälte

Das Problem: Tagsüber ist es im Apurímac Canyon heiß (25°C), aber auf 3.000 Metern Höhe sinken die Temperaturen nachts rapide auf 5°C oder in hohen Pässen sogar unter den Gefrierpunkt. Ergebnis: Schlechter Schlaf, nächtliches Zittern und völlig erschöpftes Aufwachen.

Wie man es vermeiden kann:

  • Rechter Schlafsack: Für die klassische Route benötigen Sie eine Komforttemperatur von 0 °C (32 °F) und für Routen mit hohen Pässen -10 °C (14 °F).
  • Trockene Schlafkleidung: Schlafen Sie niemals in der Kleidung, in der Sie gewandert sind. Bewahren Sie Thermounterwäsche und dicke Socken ausschließlich zum Schlafen auf.
  • Mütze: Über den Kopf verliert man viel Wärme. Tragen Sie nachts eine Wollmütze.

 

Zusammenfassungstabelle

Fehler

Lösung

Neue Stiefel

Trage sie 5–6 Mal auf längeren Wanderungen vor der Trekkingtour.

Keine Akklimatisierung

Bitte reisen Sie 48–72 Stunden vor Reisebeginn nach Cusco.

Schweres Paket

Der Tagesrucksack sollte unter 7 kg liegen; den Rest können Maultiere tragen.

Symptome ignorieren

Nehmen Sie umgehend Kontakt mit Ihrem Reiseleiter auf.

Kein Abfahrtstraining

Üben Sie exzentrische Kniebeugen und Treppenabstiege.

Sonnenaussetzung

Verwenden Sie Sonnenschutzmittel mit mindestens Lichtschutzfaktor 50, eine UV-Schutzbrille und einen Hut.

nächtliche Kälte

Bringen Sie einen 0°C-Schlafsack und trockene Thermokleidung mit.

 

Bonusfehler: Vergessen, den Weg zu genießen

Konzentriere dich nicht so sehr auf dein Ziel, dass du vergisst, nach oben zu schauen. Choquequirao läuft dir nicht weg. Atme die Bergluft ein, lausch der Stille der Schlucht und genieße die Mahlzeiten. Die Wanderung ist nicht nur der Weg zu den Ruinen – die Wanderung ist ein Erlebnis. Ist die Erfahrung.

Bereit für ein stressfreies Abenteuer? Unser Team kümmert sich um die Logistik, damit Sie sich ganz auf den Trail konzentrieren können.